Es handelt sich um eine
Flossenform, die von mir lange als normalgonopodialer Lyra bezeichnet
wurde. Andere benennen diese Form als Halblyra. Inzwischen hat er bei mir
den Namen
Königslyra(wegen der
Gestalt der Dorsale).
Bei mindestens zwei anderen Züchtern wie auch bei mir sind bei der Kreuzung Königslyramännchen mit
normalflossigen hellerii Weibchen normalflossige Weibchen und Männchen sowie von der Flossenform Königslyra nur männliche Tiere
auftreten, was mich zu der Annahme bringt, dass diese Tiere den gleichen Vererbungsgang
wie normale Männchen haben könnten.
Bei Kreuzungen mit dem Phänotyp Lyraflosser und dem Königslyra
treten drei Flossenformen auf:
Lyraflosser mit beiden Geschlechtern, Königslyra nur als Männchen und
Normalflosser mit beiden Geschlechtern. Das ist auch so zu beobachten,
wenn auch noch nicht quantitativ belegt, weil nicht alle auftretenden
Lyraweibchen mit Ihren Nachkommen getestet wurden.
Solche Würfe schwimmen aber bei mir und anderen Züchtern.

Königslyra haben ungleichlange Doppelschwerter(teilweise nur einen Obenschwertansatz - das darf man erst
einmal als züchterisch nicht bearbeitet ansehen), eine beachtenswerte
Dorsale - eine weit nach hinten spitz auslaufende Deltaflosse im
ursprünglichen Sinne. Ebenfalls hat dieser Typ lang ausgezogene
Brustflossen und - ein
normales Gonopodium.
Beobachtet wurden normalflossige Stämme, bei denen die
Weibchen im Umfeld von Königslyrastämmen eine ausgeprägte Untenschwertbildung
aufweisen.
Es gibt dazu die Aussage eines Züchters, dass Weibchen,
die mit Königslyra befruchtet sind, etwa in der 5. Generation das Obenschwert
verlieren. Die Weibchen bilden dort ein Untenschwert aus.
Das wiederum könnte ein Hinweis sein, dass diese Weibchen Königslyraweibchen
sein könnten. Übermittelt ist mir zurzeit nicht, ob es sich um Kreuzungen mit
Lyra- oder Normalflossenweibchen handelte.
Aus dem gleichen Umfeld wurde mir übermittelt, dass Weibchen mit
Untenschwert weiterhin Königslyramännchen werfen. Auch Günther Schramm
machte diese Beobachtung.
Das würde die Annahme stärken, dass diese Weibchen "Königslyraweibchen" sein könnten.
Dazu müßte eine solche Kreuzung durchgezählt und wiederum von den weiblichen Nachkommen deren Nachkommen geprüft werden. mal sehen, wie das gelingt.
Ich habe jetzt ein, von einem Königslyra befruchtetes, normales Lyraweibchen werfen lassen, welches selbst aus einer Kreuzung mit einen Königslyra stammt und werde versuchen ALLE weiblichen Nachkommen werfen zu lassen, um diese zu prüfen. Nur so werden die Vererbungsverhältnisse des Königslyra klar erkennbar.
Der Leser wird sich vielleicht wundern, dass ich oft die Möglichkeitsform verwende.
Ich möchte nicht, dass sich etwas festigt, was sich später als anders herausstellt. Es geht mir nicht darum, als der "große" Entdecker zu erscheinen, sondern mir geht es um die eigene Erkenntnis und die werde ich nicht durch vorschnelle Urteile vernebeln.
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