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Meine Erfahrungen mit Xiphophorus-Zuchtformen

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Aquarienpflege

Damit ein Aquarium möglichst einwandfrei läuft gibt es ein paar Dinge die man beachten sollte. Hält man dies ein, ist die Gefahr kranke Fische, starkes Algenwachstum oder andere Probleme zu bekommen recht gering. Übermäßige Hygiene ist fehl am Platz und so ein Becken macht weniger Arbeit als man denkt.

Wasserwechsel

Ein TWW (Teilwasserwechsel) ist regelmäßig erforderlich. Die Größe des Aquariums spielt dabei keine Rolle. Nur weil man also "richtig viel Wasser" hat, heisst das nicht das man jetzt nur noch einmal im Jahr frisches Wasser reinkippen muss. Gut ist ein TWW alle 14 Tage, spätstens alle 4 Wochen. Dabei gilt mindestens 30 % des Wassers raus, gern auch mehr.

Wasseraufbereiter

Unser Leitungswasser wird streng kontrolliert. Was Menschen gefahrlos trinken können ist auch für Fische völlig ok. Die angeblichen Schwermetalle die gebunden werden sollen sind auch für uns nicht gut, daher sind diese Werte nur sehr schwach vorhanden. Einfach mal beim örtlichen Wasserwerk auf der Internetseite schauen wie hoch die sind. Bspl. aus meinem Ort: Quecksilber mg/l < 0,0001, Blei mg/l < 0,0005, Mangan mg/l < 0,001 . Sowas muss man nicht neutralisieren, Aufbereiter in jeglicher Form halte ich persönlich für absolute Geldverschwendung. Da dort natürlich steht, dass man damit gefährliche Stoffe von seinen geliebten Fischen fernhalten kann, wird es oft gekauft, denn man tut seinen Tieren ja was Gutes....Irrtum-es ist ihnen völlig egal.Zumindest den Platys.

Filterreinigung

An den Filter geht man erst, wenn der Durchfluss sichtbar eingeschränkt ist. Je nach Filter und Besatzstärke kann das zwischen 6 und 12 Monaten schwanken. Ein sogenannter HMF ( Hamburger Mattenfilter) läuft bei entsprechendem Besatz häufig 10 Jahre oder länger ohne das man jemals wechseln muss. Die dort lebenden Bakterien schaffen in der Regel das biologische Gleichgewicht im Becken. Wird das zerstört, muss das Aquarium wieder neu einfahren, was Probleme mit sich bringen kann, wie z.Bspl. einen Nitritanstieg der für die Fische giftig und im Ernstfall tödlich sein kann. Diese Bakterien sind substratgebunden, das heisst, sie befinden sich vorrangig im Filter, im Boden und an den Gegenständen wie Höhlen etc.

Mulm

Sieht unschön aus, stört Bewohner und das biologische Gleichgewicht wenig bis gar nicht. Wenn es stört kann man den Mulm am Boden absaugen, nötig ist es aber nur, wenn die Mulmmenge überhand nimmt.

Pflanzen

Pflanzen muss man gelegentlich kürzen wenn sie zu groß werden, oder man holt abgestorbene Teile heraus. Dünger schadet den Fischen nicht wenn er nicht überdosiert wird. Welche Art von Dünger kommt ganz auf die jeweilige Pflanze an. Echinodoren z.B. ziehen sich die Nährstoffe aus dem Boden, somit sollte da mit Tonkugeln an der Wurzel gearbeitet werden. Anderes Kraut wie Cabomba, Wasserpest etc. zieht sich alles nötige aus dem Wasser. Dort wäre ein Flüssigdünger sinnvoll. Ich würde es erst einsetzen, wenn die Pflanzen deutlichen Mangel aufweisen. Sind sie gesund sind ja alle Nährstoffe vorhanden und ein zusätzliches Düngen bedeutet Überschuss. Dann bilden sich Algen, die alles was zuviel ist und nicht gebraucht wird verwerten, um zu wachsen.

 

Futter

Man sollte immer nur soviel füttern wie die Fische in wenigen Minuten fressen können. Alles was übrig bleibt verrottet und belastet das Aquarium unnötig.

 

Werte

Seine Wasserwerte sollte man anfangs mal ermitteln um einen Richtwert zu haben. Nach ca. 3 Monaten sind die Werte stabil und können nochmal gemessen werden weil sich erst dann alles eingependelt hat. Ansonsten werden nur einzelne Werte kontrolliert, wenn kranke Fische auftauchen um evtl. eine Ursache zu finden. Ebenso sollte man ein Auge drauf haben, wenn neue Dekoration wie viel Holz, Gestein (vor allem Lochgestein) oder ähnliches ins Becken kommt, da dies auch die Werte verändern kann.

Mineralboden

Ebenfalls Geldverschwendung. Zudem sind auch die angeblichen Nährstoffe in diesem Boden irgendwann verbraucht-und dann? Will man dann den Kies tauschen hat man total verpapptes Zeug am Boden das sich stark miteinander verbunden hat und eine totale Sauerei veranstaltet. Ebenso wenn man Sand und Kies mischt-das wird stark wie Beton. Es ist also unsinnig in einem Kiesboden eine "Ecke" mit Sand einzurichten-er wird dort nicht bleiben, egal was man veranstaltet. Entweder oder.

Standort des Beckens

Es ist nicht nötig das Sonnenlicht an das Aquarium kommt, da es die Fische nicht brauchen. Sonnenlicht bringt nur eines:Algen. Am besten ist ein Ort an dem die Fische Ruhe haben. Sprich nicht in Flur oder Küche wo dauernd jemand am Becken vorbeirennt und den Tieren evtl. Angst macht. Platys sind da nur anfangs empfindlich, später wenn sie sich eingewöhnt haben ist das egal. Ebenso sollte klar sein das die Mega-Bass-Boxen der neuen Stereoanlage nicht direkt neben dem Becken stehen sollten. Die Vibration würden die Tiere dann doch spüren und stören.

Publiziert am: Mittwoch, 10. Januar 2007 (7642 mal gelesen)
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